Wie beliebt ist Online-Glücksspiel in Deutschland?


Das Glücksspiel im Internet erfreut sich nach wie vor einer immer größeren Beliebtheit. Egal ob Tischspiele wie Roulette, Blackjack oder Poker, oder auch Video Slots oder Sportwetten, die Menschen lieben einfach den Nervenkitzel, Geld auf den Ausgang von verschiedenen Ereignissen zu wetten. Oder ihre Fähigkeiten gegen andere Spieler oder das Haus unter Beweis zu stellen.

Auch wenn das traditionelle Glücksspiel in Städten wie Las Vegas oder Macau immer noch den Bärenanteil des weltweiten Umsatzes des Glücksspiels ausmacht, holen die Onlinecasinos immer weiter auf. So stieg der Gesamtumsatz des Online-Glücksspiels von 15 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf über 40 Milliarden im Jahr 2016. Der Großteil davon entfällt auf die größten Anbieter, wie zum Beispiel dieses Onlinecasino. Bei einem Umsatz des gesamten Glücksspielmarktes von 324 Milliarden Euro liegt der Anteil der Online-Erträge derzeit damit bei knapp über 10%, mit einer starken Entwicklung nach oben.

Doch wie sieht es eigentlich in Deutschland aus? Ist das Glücksspiel im Internet bei uns genauso beliebt wie im Ausland? Oder spielen die Deutschen doch lieber in traditionellen Casinos und Spielhallen? Diese Frage wollen wir heute beantworten.

Glücksspiel in Deutschland

Deutschland ist nach wie vor einer der größten Märkte für die Glücksspielbranche. Laut einer Analyse des Handelsblattes betrug der deutsche Glücksspielmarkt im Jahr 2013 insgesamt 11,2 Milliarden Euro, im Jahr 2015 waren es bereits 12,7 Milliarden Euro. Damit wächst der deutsche Markt nicht ganz so schnell wie die internationalen Märkte, doch eine Steigerung ist in jedem Fall auch hier zu verzeichnen.

Welche Arten des Glücksspiels sind bei uns am beliebtesten?

Ein interessantes Ergebnis der Analyse war, dass in Deutschland die Casinospiele mit Abstand die beliebteste Form des Glücksspiels sind. Mit 54,8% betragen die Umsätze aus Casinos mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Branche. Ebenfalls auffällig ist der relative geringe Anteil der Sportwetten. Während diese in Europa ein Drittel und weltweit rund 50% des Glücksspielmarktes ausmachen, ist der Anteil der Sportwetten in Deutschland mit 13,8% extrem niedrig.

Der Anteil der Lotterien liegt dafür im internationalen Vergleich über dem Durchschnitt. Die staatlichen Lotterien verzeichneten im Jahr 2015 14,1% des Marktes, bei den Zweitlotterien waren es 11,6%. Auch der Pokermarkt in Deutschland ist sehr stark und betrug im selben Jahr immerhin 5,8%.

Online oder doch lieber traditionell?

Was den Bereich des Online-Glücksspiels in Deutschland angeht, so lag dieser im Jahr 2015 dieser mit knapp 16% weit über dem internationalen Durchschnitt von 10,6%. Auch in Deutschland steigt der Anteil des Onlinemarktes dabei weiter stetig an. Im Jahr 2013 lag der Anteil des Glücksspiels im Internet noch bei knapp 12%, damit ist also in 2 Jahren eine Steigung von 4% zu verzeichnen.

Einen sehr interessanten Einblick in den Markt gibt auch die Altersverteilung der Spieler. So war das Online-Glücksspiel nicht wie zu erwarten bei den 18-24-jährigen (28%) am beliebtesten, sondern bei den 25-34-jähirgen sowie den 45-54-jährigen (beide 36%). Gerade beim Pokern im Internet sind die Menschen zwischen 25 und 34 Jahren das mit Abstand größte Segment (13% des gesamten Marktes). Zum Vergleich: bei den Spielern zwischen 18 und 24 Jahren betrug der Anteil des Pokerns lediglich 3%.

Was die bevorzugten Spielgeräte angeht, so spielten 48% der Befragten immer noch am liebsten am PC oder Laptop. Smartphones kamen auf 32%, bei den Tablets waren es 25%. Der Markt des Glücksspiels mit Virtual oder Augmented Reality war mit 2% fast nichtexistent.

Bei der Frage nach dem bevorzugten Spielort des Glücksspiels gab es ebenfalls einige interessante Erkenntnisse. So spielten 66% der Teilnehmer der Umfrage am liebsten Zuhause. 21% spielten in ihrer Freizeit (also außerhalb der Arbeitszeit oder des Wegs zur Arbeit) oder im Urlaub von unterwegs aus. Überraschend groß war der Anteil der Spieler, die auf dem Weg zur Arbeit oder sogar während ihrer Arbeitszeit spielten. Mit jeweils 6% machte dies über 10% des gesamten Marktes aus.

 

 

 

 

 

 

 

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